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Schmerztherapie/ Injektionen

Die Behandlung von Schmerzen gehört wohl zu den intensivsten Kapiteln ärztlichen Handelns. Sie setzt ärztlicherseits tiefgründiges Verständnis für Art und Ursache voraus. Zudem erfordert sie ein hohes Maß an Vertrauen und Offenheit in der Arzt/Patienten-Beziehung um Ursache, Intensität wie auch der Kontrolle des Therapieerfolgs gerecht zu werden.

Schmerz weist als  ein Zeichen des Körpers darauf hin, daß etwas nicht stimmt. Entweder ist eine körperliche Struktur verletzt oder unter Druck, entzündet oder mangelversorgt - oder  es liegt eine seelische Verletzung vor. Eine Spezifität ist der neuropathische Schmerz, der durch eine langanhaltende Schmerzauslösung beispielsweise an einer Nervenwurzel der Wirbelsäule entsteht. Hierbei kommt es zu einer Umprogrammierung des fortleitenden sensiblen Nervs, der von nun an nur noch Schmerzreize leitet, auch wenn die auslösende Ursache mittlerweile beseitigt ist. (Glücklicherweise stehen heute auch dafür geeignete Therapeutika zur Verfügung).

Unseligerweise ist bei chronischen Schmerzen  in der Regel eine Kombination mehrerer Komponenten vorliegend, was den Umfangreichtum schmerztherapeutischer Intervention erklärt.

Mein Schmerztherapiespektrum reicht vom Plazeboeffekt bis zum Morphin, von Tropfen über Tabletten, Injektionen (auch zur Blockierung von Schmerzbahnen), Quaddelungen und Infusionen, transdermale Systeme (Schmerzpflaster) bis zur Physiotherapie (Krankengymnastik, manuelle Therapie, Balneotherapie) und - last not least - zur Psychotherapie (Gesprächstherapie, antidepressive, schmerzdistanzierende Medikamente).

Das Damoklesschwert der Schmerzmedikation heißt Nebenwirkung. Hier ist sowohl die funktionierende Rückkopplung zum Patienten als auch die therapeutische Flexibilität und Kenntnis von Alternativpräparaten gefragt. Wichtig ist auch ein rechtzeitiges Reduzieren der Medikamente zur Vermeidung von Abhängigkeit, Nebenwirkungen und Überdosierung.

Schmerzen dürfen nicht hingenommen werden - schon gar nicht seitens des Arztes !

Jeder Schmerz ist behandelbar.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt ein laufend aktualisiertes Stufenschema zur Schmerztherapie heraus, was sich vor allem bei komplizierten, höhergradigen Schmerzverläufen (z.B. Tumorschmerzen) bewährt.

Eine erfolgreiche Schmerztherapie hat sich der ganzheitlichen Bedürfnislage anzupassen, die sowohl körperliche, als auch seelische und soziale Aspekte beinhaltet.

Diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, bedeutet also Arbeit auf beiden Seiten!

 

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